„Where we belong“ – Die 27. Ausgabe von Deutschlands traditionsreichstem
OpenAir-Festival war ausverkauft.
(um) 65.000 Raver aus ganz
Europa feierten bis vor wenigen Minuten die diesjährige Nature One. Die 27.
Ausgabe von Deutschlands traditionsreichstem OpenAir-Festival für elektronische
Musik stand unter dem Motto „where we belong“. Das war für die Besucherinnen und
Besucher zweifelsohne in den letzten drei Tagen die ehemalige US-Raketenbasis
Pydna, mitten im beschaulichen Hunsrück.
Dort standen 350 (inter-)nationale DJs – darunter Top-Stars wie Amelie Lens,
Angerfist, Charlotte de Witte, Claptone, Lilly Palmer, NERVO, Paul van Dyk und
Sven Väth – auf den Bühnen der insgesamt 22 Floors.
Umgeben von Wäldern und Wiesen bildete die hügelige Landschaft des Hunsrücks
erneut die perfekte Kulisse für das friedvolle Event auf einst militärischem
Boden. War die Anreise aufgrund des Regens für einige noch beschwerlich, erwies
sich der Wettergott am Freitag zur Öffnung der Tore aber als Raver und ließ die
Sonne strahlen, ein nahezu perfekter Start für das Festival-Wochenende.
Auf den vier Hauptbühnen OpenAirFloor, Century Circus,
HomeBase und Classic Terminal spielten viele der weltweit erfolgreichsten und
beliebtesten Acts der elektronischen Musikszene. Mit Paul van Dyk stand einer
der besten Trance-DJs im LineUp. Charlotte de Witte und Amelie Lens erfreuten
als aktuelle Techno Superstars die Anhänger dieses Genres. Mit Claptone war der
Großmeister des House-Genres an den Decks, sowie Cocoon-Labelgründer Sven Väth
und Mayday-Mitbegründer Westbam als Wegbereiter von Techno. Das australische Duo
NERVO lieferte EDM-Sound, der Westerwälder DJ Dominik Eulberg minimalistische
Tech-House Klänge und das Frankfurter Urgestein Talla 2XLC brachte Klassiker zu
Nature One.
Neben den vier großen Headfloors,
die Platz für jeweils mehrere Tausend Feiernde boten, entfachte bei den
kleineren Clubfloors in und auf den Bunkern das echte „Underground-Feeling“.
Diese wurden gehostet von Clubbetreibern, Veranstaltern und Labels aus
Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Spanien und präsentierten mit Techno,
House, Hardcore, Trance und Trap die komplette Bandbreite der elektronischen
Musik.
Über 50.000 Besucherinnen und Besucher
schlugen auf den 120 Hektar Wiesen und Feldern ihre Zelte auf und ließen damit
für vier Tage, die mit Abstand größte „Stadt“ im Hunsrück entstehen. Die Fläche
von 170 Fußballfeldern war Schauplatz zigtausender privater Partys auf selbst
gebauten Dancefloors. Raver aus der ganzen Welt feierten tolerant, offen und
respektvoll zusammen und zelebrierten pure Lebensfreude.
Im CampingVillage fiel mit dem „Dasding-Opening“ am Donnerstag auch
der Startschuss ins lange NatureOne-Wochenende, das am Montagabend endet. Denn
bis dahin ist es noch geöffnet, damit sich die Raver vor der Heimreise
entsprechend ausruhen können.
„Die größte Herausforderung in
diesem Jahr brachte uns das Wetter mit dem vielen Regen in den vergangenen
Tagen. Wir waren rund um die Uhr damit beschäftigt, die Zufahrten zu den
Campingflächen immer wieder auszubessern. Final haben wir über 1.000 Tonnen
Schotter verbaut,“ resümiert Oliver Vordemvenne vom Veranstalter I-Motion. „Umso
mehr sind wir dankbar, dass wir trotz des herbstlichen Wetters 65.000 Gäste pro
Tag begrüßen konnten und Nature One damit ausverkauft war.“
Wer in diesem Jahr nicht live beim Festival dabei sein konnte, hatte
erneut die Möglichkeit die Live-Übertragungen des Arte-Formats „ARTE Concert“
sowie des Radiosenders „Sunshine live“ zu verfolgen.
Im nächsten Jahr wird Nature One vom 2. August bis 4. August 2024
stattfinden.
Fotos des Nature One-Festivals finden Sie in unserer
Bildergalerie.
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